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Die reichste russische Geschäftsfrau hat mit einer Anklage in einem österreichischen Gericht zu rechnen

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Allgemein bekannt ist, dass miteinander streitende russische Geschäfstleute bevorzugen, ihre Streitigkeiten europäischen Gerichten zu  überlassen. Einer der beliebtesten Orte bleibt über Jahre hinweg London, wo laut russischen Geldprotzen “objektivste und unvoreingenommenste Entscheidungen erlassen werden”. Es sieht so aus, dass Österreich langsam zu einem der Felder für geschäftliche und persönliche Corrida der STREITENDEN Bosse wird.

Seit über drei Jahren suchen die Geschwister Viktor Baturin und Elena Baturina Recht und die "einzig richtige Gerichtsentscheidung" in einem österreichischen Gericht. In seiner Klage bringt Viktor vor, seine Schwester, Ex-Frau des einflussreichen Bürgermeisters von Moskau Juri Luzhkov hätte die Unterlagen gefälscht, die sich auf 25% der Firma INTECO beziehen, die  Anteile an der nach seinen Angaben ihm gehören soll. Streitgegenstand sind der Vergleich und der Anhang dazu, die von den Geschwistern 2007-2008 unterzeichnet wurde.

Elena Baturina

Elena Baturina

Frau Elena Baturina gilt seit langem als eine der reichsten und skandalumwittertsten Geschäftsfrauen Russlands. Ihr Erfolg wurde weitgehend von der Dienststellung ihres 2019 verstorbenen Mannes beeinflusst. Er leitete die riesengrosse Megapole Moskau von 1992 bis 2010, als er vom damaligen Präsidenten Russlands Dmitri Medvedev abgesetzt wurde.

Offene russische Quellen enthalten viele Informationen über Elena Baturinas Geschäftsfbräuche. Anfangs war sie Kleinunternehmerin, dann wurde sie zur reichsten Frau in der russischen Geschichte, und sie wurde von ihrem Mann auf verwaltungsrechtlicher Ebene völlig unterstützt. Viele russische Geschäfstleute, die vorher mit Frau Baturina zusammengearbeitet haben, behaupten jetzt, sie hätte ihr Geschäftsimperium auf dem Betrug, unrechtmässigem Druck und Vetternwirtschaft aufgebaut.

Boris Nemtsov

Boris Nemtsov

Boris Nemtsov, das bekannte russische Mitglied der Opposition und das ehemalige Vize-Ministerpräsident während Jelzins Regierungszeit, der 2015 nicht weit vom Kreml umgebracht wurde, behauptete mehrmals, dass Baturinas riesengrosses Vermögen (laut Forbes haben ihre Aktiva 2019 1,2 Mlrd USD überschritten) vollkommen aus der Dienststellung ihres Mannes hervorgeht. Er bezeichnete die Verträge und die zwischen Baturinas Firma "Inteko" und der  Stadt Moskau abgeschlossenen Geschäfte  als eindeutige Korruptionsfälle.

Laut 2009 veröffentlichtem Herrn Nemtsovs Bericht ”sei die Korruption in Moskau nicht einfach problematisch, sondern auch systematisch". Ferner behauptete er, dass "es für uns offenbar ist, dass Luzhkov und seine Frau ein schlechtes Beispiel waren. Allein in den letzten zehn Jahren unterzeichnete Luzhkov Dutzende Verordnungen,  die seiner Frau erlauben, mit Bauarbeiten auf mehr als 1300 Hektar Landfläche in Moskau anzufangen”. Die Schlussfolgerung von Herrn Nemtsov wurde als Gerichtsentscheidung verkündet: "das bedeutet, dass Luzhkov während seiner Amtszeit ebenso wie seine Frau zu einem Dollarmilliardär wurde.”

Diese krassen Anschuldigungen riefen zweifellos bei Herrn Luzhkov und seiner Frau Elena Baturina Empörung und Zorn hervor. Einige Monate später reichten sie bei einem Gericht in Moskau eine Klage gegen Nemtsov ein und gewannen den Prozess. Nach Herrn Nemtsovs Ermordung 2015 rief seine Tochter Zhanna den Europäischen Gerichtshof für Menschensrechte stellvertretend an.

Schliesslich sprach der Europäische Gerichtshof für Menschensrechte Boris Nemtsov am 23. Juni 2020 den Sieg über dem Ex-Bürgermeister Moskaus Juri Luzhkov und seine Frau Elena Baturina zu. Diese Gerichtsentscheidung ist eine weitere moralische Niederlage Baturinas, die auch ihrem jetzigen Gegner zur Behauptung seines Rechts im österreichischen Gericht verhelfen kann.

Viktor Baturin

Viktor Baturin

Im Januar 2007 reichte Viktor Baturin gegen seine Schwester eine Klage ein, in der er vorbrachte, er wäre im Januar 2006 aus seinem Amt als Vizepräsident der Firma unrechtmässig entlassen sowie seine Anteile an der Firma seien ihm unrechtmässig abgenommen worden. Anfang Februar 2007 wurde Viktor Baturins Klage vom Gericht Twerskoj in Moskau abgewiesen.

Am 14. Februar 2007 wurden beim Schiedsgericht Moskau vier Widerklagen von  "Inteko" gegen Viktor Baturin und seine Firmen "Inteko-Agro" und "Inteko-Agro-Service" eingereicht. In einer der Klagen machte die Firma 100% der Aktien der Verwaltungsgesellschaft, der Baturins landwirtschaftliche Aktiva gehören können, und in den anderen Klagen mehr als 300 geschuldete Millionen Rubel geltend.

Jedoch unterzeichneten die Parteien am 15. Febuar 2007 einen Vergleich, wonach beide Parteien ihre Klagen wiederriefen, ihre Schuldansprüche zurücknahmen, und Viktor Baturin einige Produktionsstätten bekam, die für Geschäftsabschlüsse in der Landwirtschaftsbranche erforderlich sind.

Trotz des Vergleiches gab es keine Eintracht zwischen den Geschwistern. Ausserdem wurde gegen Viktor Baturin 2013 eine Anklage wegen Betruges mit Wechseln von "Inteko" erhoben, die angeblich seine falschen Unterschriften trugen. Infolgedessen wurde er verurteilt und verbrachte 3 Jahre im Knast.

Nach den erfolglosen Versuchen, seine Rechte in russischen Gerichten zu suchen, beschloss Viktor, ein  österreichisches Gericht anzurufen, das sich seiner Klage annahm. Von diesem Zeitpunkt an begann ein neues Tauziehen zwischen zwei nächsten Verwandten.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschensrechte im Falle Nemtsov kann womöglich als ein weiterer Beweis gegen die reichste Geschäftsfrau Russlands gewertet werden.

 

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Commission approves modified Austrian liquidity assistance scheme to support companies affected by the coronavirus outbreak

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The European Commission has found certain amendments to a previously approved Austrian liquidity assistance scheme to support Austrian enterprises affected by the coronavirus outbreak to be in line with the State Aid Temporary Framework. The original scheme was approved on 8 April 2020 under case number SA.56840, and provides for temporary limited amounts of aid in the form of (i) direct grants, (ii) guarantees on loans and repayable advances, and (iii) guarantees on loans and subsidized interest rates on loans.

The aim of the original scheme was to enable enterprises affected by the coronavirus outbreak to cover their short-term liabilities, despite the current loss of revenues caused by the pandemic. Austria notified certain modifications to the original scheme, in particular: (i)micro or small enterprises can now benefit from the measure even if they were considered in difficulty on 31 December 2019, under certain conditions; and (ii)an increase of €4 billion in the total budget of the scheme, from €15bn to €19bn.

The Commission concluded that the scheme, as modified, remains necessary, appropriate and proportionate to remedy a serious disturbance in the economy of a member state, in line with Article 107(3)(b) TFEU and the conditions set out in the Temporary Framework. On this basis, the Commission approved the measure under EU state aid rules.

More information on the Temporary Framework and other actions taken by the Commission to address the economic impact of the coronavirus pandemic can be found here. The non-confidential version of the decision will be made available under the case number SA.58640 in the state aid register on the Commission's competition website once any confidentiality issues have been resolved.

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Commission approves €120 million Austrian scheme to support companies in #LowerAustria affected by #Coronavirus outbreak

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The Commission has approved a €120 million Austrian scheme to support companies in Lower Austria affected by the coronavirus outbreak. The scheme was approved under the Temporary Framework. Under the scheme, public support will be provided in  the form of direct grants, guarantees and subordinated loans with subsidized interest rates. The measure is open to companies of all sizes active in all sectors, except the financial, agriculture, fishery and aquaculture sectors.

The aim of the measure is to facilitate access to external financing by the beneficiaries and to mitigate the sudden liquidity shortages they are facing as a result of the coronavirus outbreak. The Commission found that the scheme is in line with the conditions set out in the Temporary Framework. In particular, (i) with respect to the direct grants, aid will not exceed €800 000 per company as provided by the Temporary Framework; and (ii) guarantees and subordinated loans under the measure fulfil the minimum levels for guarantee premiums and credit risk margins.

The Commission concluded that the measure is necessary, appropriate and proportionate to remedy a serious disturbance in the economy of a member state and to fight the health crisis, in line with Article 107(3)(b) TFEU and with the conditions set out in the Temporary Framework. On this basis, the Commission has approved the measure under EU state aid rules. More information on the Temporary Framework and other actions taken by the Commission to address the economic impact of the coronavirus pandemic can be found here.

The non-confidential version of the decision will be made available under the case number SA.58360 in the state aid public case register on the Commission's competition website once any confidentiality issues have been resolved.

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#InvestmentPlan supports one of largest wind farms in Austria

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The European Investment Bank (EIB) and UniCredit Austria are investing €107.4 million to support the financing of one of Austria's largest wind farms. The entire wind farm will have a capacity of 143 MW and provide around 90,000 households with electricity produced from renewable sources. The project is expected to reach completion at the end of 2021.

The financing is supported by the European Fund for Strategic Investments, the main pillar of the Investment Plan for Europe. Economy Commissioner Paolo Gentiloni said: “Today the European Union confirms its commitment to supporting renewable energy in Austria and to helping the country to meet its decarbonization targets. This financing under the Investment Plan for Europe will lead to the construction of a 143 megawatt wind farm, which will bring clean energy to around 90,000 households in the state of Burgenland. Through projects like this, we will reach the goals of the European Green Deal and achieve climate neutrality by 2050”.

The projects and agreements approved for financing under the Investment Plan so far have mobilized around €524 billion in investment, of which around €84bn for energy-related projects. The press release is available here.

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